Ja zum Lehrplan 21 - Nein zur Initiative
Der Lehrplan 21 erfüllt die Anforderung der Aargauer Bevölkerung zur Harmonisierung der Schule über die Kantonsgrenzen hinaus. Nach der Einführung von 6 Jahren Primarschule, werden mit dem Lehrplan 21 nun auch die Inhalte der obligatorischen Schulzeit in den Deutschschweizer Kantonen angeglichen. Der neue Lehrplan 21 deckt sich zu ca. 80% mit den Lerninhalten des heutigen Unterrichts an der Volksschule. Die Orientierung auf Kompetenzen ist seit der Einführung der Promotionsverordnung im Jahre 2010 Schulalltag, ebenso sind Unterricht und Lehrmittel darauf ausgerichtet.
Die Initiative fordert nicht nur die Ablehnung des Lehrplans 21, sie beinhaltet auch ein starres Korsett bezüglich Fächern und Jahreszielen. Die individuelle Förderung des Kindes wird dadurch eingeschränkt.
Wir von der Schulführung Endingen sind überzeugt mit dem Lehrplan 21 das richtige Instrument zu erhalten, um die Kinder fit zu machen für ihre Zukunft – ob diese im Aargau sein wird oder in einem anderen Kanton.
Wir empfehlen ein NEIN zur Initiative!

Schulführung Schule Endingen
Lydia Spuler
Andreas Lüscher
Regine Pradervand,
Carole Schwab
Frank van Aartsen
Brigitte Lehner


Ein NEIN zur Initiative „Ja zu einer guten Bildung – Nein zum Lehrplan 21“

 

Geschätzte Eltern und Erziehungsberechtigte

 

Der Kanton Aargau plant auf das Schuljahr 2020/21die Einführung des neuen Lehrplans. Dieser basiert auf der Vorlage des Lehrplans 21. Mit dem ersten gemeinsamen Lehrplan für die Volksschule setzten die 21 deutsch- und mehrsprachigen Kantone den Artikel 62 der Bundesverfassung um, die Ziele der Schule zu harmonisieren. Am 12. Februar 2017 werden Sie über die Initiative «Ja zu einer guten Bildung – Nein zum Lehrplan 21» abstimmen können. Die Schulpflege und die Schulleitung der empfehlen diese Initiative zwingend zur Ablehnung.

 

Folgende Gründe sprechen für die Ablehnung der Initiative:

 

·        Der Name der Initiative ist irreführend. Ihr Ziel ist es, die Einführung eines neuen, modernen Aargauer Lehrplans zu verhindern.

 

·        Die Initiative fordert eine Änderung des §13 des Schulgesetzes. Sie schreibt fest, welche Fächer in Zukunft im Kanton Aargau unterrichtet werden dürfen. Die Anpassung der Stundentafel an die aktuellen Bedürfnisse der Gesellschaft und der Wirtschaft wäre nur mit einer aufwändigen und langwierigen Gesetzesänderung möglich.

 

·        Da die Aufzählung der Unterrichtsfächer verbindlich festgeschrieben ist, wäre es nicht mehr möglich, an der Primarschule Medien und Informatik zu unterrichten. Ebenso wegfallen würde an der Oberstufe das Fach „Berufliche Orientierung“ oder „Medienkunde“.

 

·        An der Primarschule könnte nur noch eine Fremdsprache unterrichtet werden. Dies würde für den Kanton Aargau einen Alleingang in der Schweiz bedeuten.

 

·        Die Initiative gefährdet die Anschlussfähigkeit unserer Kinder an die abnehmenden Schulen und Ausbildungen. Sie isoliert den Kanton Aargau in der Bildungslandschaft der Schweiz.

 

·        Die Initiative fordert Jahrgangsziele, obwohl an vielen kleinen Schulen im Kanton Aargau jahrgangsübergreifende Klassen die Regel sind.

 

·        Die Initiative verursacht unnötige Zusatzkosten, weil der Kanton Aargau einen eigenen Lehrplan und teilweise eigene Lehrmittel produzieren müsste.

 

Der Aargauer Regierungsrat, praktisch alle Parteien des Grossen Rats und die Verbände der Schulpflegen VASP, der Schulleitenden VSLAG, der Lehrpersonen alv lehnen die Initiative ab, ebenso der aargauische Gewerbeverband. Der schweizerische Gewerbeverband, der schweizerische Arbeitgeberverband, sowie die Swissmem stehen geschlossen hinter dem Deutschschweizer Lehrplan 21.

 

      

 

Die Erarbeitung des zukünftigen Aargauer Lehrplans wird auf der Grundlage des Deutschschweizer Lehrplans 21 erfolgen. Der Aargauer Lehrplan wird verbindlich festhalten, was die Kinder und Jugendlichen in der Volksschule wissen und können müssen. Die Lehrpersonen am Kindergarten, an der Primarschule und der Oberstufe werden mit dem neuen Lehrplan Orientierung und Gestaltungsraum erhalten, um die Kinder differenziert und ihrem Entwicklungsstand entsprechend zu fördern. Der Lehrplan ist die Grundlage für eine gemeinsame und kostenschonende Entwicklung von Lehrmitteln für die deutschsprachige Schweiz.

 

Stimmen Sie deshalb am 12. Februar 2017 ganz klar mit NEIN!

 

Für weitere Informationen über die Auswirkungen der Initiative verweisen wir auf die Homepage des Gegenkomitees http://www.bildungsbremse-ag-nein.ch

 

Freundliche Grüsse

Schulführung Schule Endinge